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Über das Buch
Deutsche und Russen wissen nichts voneinander, sind verunsichert von der
Kriegspropaganda und begegnen einander misstrauisch. Schon bald erkennen
sie in ihrem Gegenüber den pflügenden, den sich plagenden Bruder. Gegen
die Befehle deutscher Generäle und russischer Partisanenführer lernen es
deutsche Bauernsöhne, die in einer Veterinärkompanie dienen und alte
Russen, als einsichtige „Feinde“ zu überleben. 18 Monate herrscht im
Dorf Frieden.
Doch welcher Krieg, mit seinem Appetit auf Menschenblut und
Menschenglück, kann das ungestraft dulden? Der Autor, Jahrgang 1941,
schreibt über das Leben von Russen und Deutschen. Er erzählt die
Geschichte zweier russischer und zweier deutscher Familien, deren
Schicksale mit dem des Dorfes Tichaja Semlja auf eine erstaunliche Weise
verknüpft sind.
Fernab des Schlachtenlärms und misstrauisch gegen verordnete
Geschichtsbilder sucht er nach den Wurzeln von Ereignissen, die
liebenswerte Menschen in erbitterte Feinde verwandelt haben und stellt
die Frage, ob Deutsche und Russen alle
erforderlichen Schlussfolgerungen
aus dieser Katastrophe gezogen haben. Er hat Zweifel. Jeder Krieg
beginnt mit Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen, beginnt in wirren
oder verblendeten Köpfen. Er beginnt dort mitten im Frieden.
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